Praxen für Logopädie

Myofunktionelle Störungen

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Rhinophonie / Näseln

Die Rhinophonie (auch Rhinophonolalie oder Näseln) ist eine Stimmstörung, bei der das Kind oder der Erwachsene den Luftstrom nicht lenken kann. Dadurch ist der Stimmklang nasal, die Aussprache kann undeutlich oder auch „wie verschluckt“ klingen.

Beim offenen Näseln entweicht bei allen Lauten zu viel Luft durch die Nase anstatt durch den Mund. Dadurch klingen vor allem die Vokale (a, e, i, o, u) und Plosive (k, g t, d, b, p) auffällig, da hier die Luft normalerweise durch den Mund ausströmt. Je nach Schweregrad der Rhinophonie ist die Verständlichkeit mittelstark bis schwer beeinträchtigt

Beim geschlossenen Näseln entweicht die Luft bei den Nasenlauten (m, n, ng) durch den Mund anstatt durch die Nase. Die Stimme klingt dadurch „verschnupft“. Eine Rhinophonie kann mit der Fehlbildung oder Ersetzung von Lauten einhergehen (z.B. wird /t/ durch /k/ ersetzt oder /d/ durch /g/).

Näseln kann durch Erkrankungen (z.B. Polypen, häufige Erkältungen), durch anatomische Veränderungen (z.B. bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, nach einem operativen Eingriff, einer stark verkrümmten Nasenscheidewand) oder Lähmungen im Nasen-Rachenraum entstehen.

Bei einer Rhinophonie sollte in jedem Fall eine Abklärung durch einen HNO-Arzt erfolgen, gegebenenfalls eine weiterführende Diagnostik bei entsprechenden Fachärzten  (z.B. Neurologen).

Beim Näseln kann in einer logopädischen Therapie durch gezielte Übungen - je nach Störungsbild - das Ausströmen der Luft durch die Nase verringert (bei einem offenen Näseln) oder verbessert  werden (bei einem geschlossenen Näseln). Auch Lautfehlbildungen und Lautersetzungen können erfolgreich therapiert werden.